Minikippslalom am nassen Allmendhubel

(Echo von Grindelwald, 5. März 2007)

Jungfrau Zeitung Cup motiviert JO-Kinder

Vergangenen Samstag fand am Allmendhubel ob Mürren der 4. Minikippslalom im Rahmen der JO-Animationsrennen statt. Die Schnellsten des zur von Bödeli-Ski lancierten Cupwertung zählenden Rennen waren Tim Schärer von der JO Mürren und die Juniorin Katja Seematter aus Gündlischwand. In der Gesamtwertung führen neu Valerie Stämpfli aus Innertkirchen und Michael Burgener aus Gündlischwand.

            MKMuerren-01.jpg   Die Schnellsten der jüngsten Mädchen (vlnr): Denja Amstutz, Schwanden, Jessica Furrer, Gündlischwand, und Athina Schweizer, Wengen.

Foto: David Hürzeler

           

Um wieder mehr Kinder für den Skirennsport zu begeistern, lancierte Bödeli-Ski auf diese Saison hin den Jungfrau Zeitung Cup. An sechs ausgewählten JO-Animationsrennen können Punkte für die Gesamtwertung ergattert werden. Die Punkteverteilung erfolgt nach dem Weltcuppunktesystem: 100 Punkte für die ersten in ihren jeweiligen Kategorien. Der Jungfrau Zeitung Cup ist also eine Art Weltcup des Mikrokosmos Jungfrau. Bei den JO der Skiclubs sorgt diese Wertung für positive Reaktionen: Marco Abegglen, JO-Leiter aus Iseltwald, findet die Cupwertung aussagekräftiger als ein einzelnes Rennen, und René Rütti, Böniger JO-Leiter, meint «einige unserer Kinder sind schon motivierter dank dieses Cups». Für den Bödeler Skinachwuchs werde so ein zusätzlicher Anreiz zur Teilnahme an den JO-Animationsrennen geschaffen.

Anreiz war bitter nötig

Ein solcher Anreiz war am vergangenen Samstag bei dem von der JO Leissigen – unterstützt von der JO Mürren – organisierten Minikippslalom auch bitter nötig: Am Allmendhubel auf immerhin knapp 2000 Metern Höhe regnete es in Strömen und durchnässte nicht nur die Rennpiste, sondern auch die Kleider aller, die sich nach draussen wagten. Es sei eine Zumutung bei diesem Wetter zu starten, habe ihm jemand gesagt, erzählt Kurt Sommer, Wettkampfleiter und Präsident von Bödeli-Ski, und fügt an: «würde das Rennen nicht zum Jungfrau Zeitung Cup zählen, hätten wir es am Morgen abgesagt.» Bei Rennbeginn hatten die Niederschläge doch noch aufgehört und zwischenzeitlich drückte sogar die Sonne durch. Der Slalom konnte also ohne Bedenken durchgeführt werden.

Gute Piste und einige Talente

Trotz völlig durchnässtem Schnee war es den Mitarbeitern der Schilthornbahnen gelungen, eine den Verhältnissen entsprechend ausgezeichnete Piste zu präparieren. Die Stars und Sternchen von morgen kurvten mehr oder weniger eng um die Stangen, auf schnellstem Wege dem Ziel entgegen. Den einen ging es hauptsächlich ums Dabeisein, bei anderen war bereits ein ausgeprägter sportlicher Ehrgeiz zu spüren. Schliesslich sind die JO-Rennen die erste Gelegenheit für junge Skirennfahrer, «Luft» zwischen den Stangen zu schnuppern. Viele glanzvolle Skikarrieren fanden und finden hier ihren Anfang. «Unter diesen jungen Pistencracks sind bereits einige Talente erkennbar», meinte auch Jan Thalmann, Skilehrer aus Matten.

Als das Skirennen fertig war, wandten sich die JO-Kinder und auch einige Leiter einer alternativen Sportart zu, um die Wartezeit bis zur Rangverkündigung zu überbrücken. Und ehe man sich versah, fand man sich auf der Terrasse des Restaurants Allmendhubel im Kreuzfeuer von fliegenden Schneebällen wieder. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war es das Erlebnis, was den Kindern in Erinnerung bleibt und nicht unbedingt die Klassierung.

Um die Nachwuchsrennfahrer beim Sport zu halten, ist es wichtig, dass der Einstieg in den Wettkampfsport als positives Erlebnis erlebt wird. Und genau deshalb sind solche JO-Rennen äusserst wichtig – der erste und richtige Schritt in Richtung Skination Schweiz.

            MKMuerren-02.jpg   Rico Edalini in Aktion: der Lokalmatador aus Mürren fuhr ganz eng an die Stangen heran, was ihm schliesslich den 6. Platz in seiner Kategorie einbrachte.