Echo von Grindelwald, 9.4.2009
Medaillen am Grand Prix Migros Final in Les Diablerets
Manuela Hess
Nachwuchstalente Andy Mey und Joy Brog erfolgreich
Das grösste und wichtigste alpine Nachwuchsrennen von Swiss-Ski erreichte am Wochenende seinen Höhepunkt: In Les Diablerets fand der Final des Grand Prix Migros statt. Mit Andreas Mey und Joy Brog konnten auch Ski-Sprösslinge aus dem Mikrokosmos Jungfrau Erfolge feiern.
Insgesamt 650 Nachwuchsathleten im Alter von acht bis 15 Jahren nahmen an den anspruchsvollen Läufen in Les Diablerets teil. Sie alle hatten zuvor an mindestens einem der 13 Ausscheidungsrennen einen Podestplatz ergattert und sich so für den Final qualifiziert. Unter ihnen waren auch die «Mikrokosmonauten» Andreas Mey und Joy Brog. Sie bewiesen mit überzeugenden Leistungen einmal mehr, dass sie auf nationaler Ebene zu den talentiertesten Fahrern ihres Jahrgangs zählen. Andreas Mey aus Grindelwald fuhr in der Kategorie der Knaben mit Jahrgang 1994 gleich in beiden Disziplinen Medaillen ein. Im Riesenslalom musste er zwei anderen Mitstreitern den Vorrang lassen und fuhr auf den sehr guten 3. Rang. Hingegen liess er im Combi Race nichts anbrennen und holte sich die Goldmedaille. Auch Joy Brog zeigte in Les Diablerets, was in ihr steckt. In der Kategorie der Mädchen mit Jahrgang 1994 fuhr die Meiringerin im Riesenslalom unter die Top 5 und sicherte sich wie Andy Mey im Combi Race Gold.
Hohes Niveau
Nebst ambitionierten Jungtalenten und besten Wetter- und Schneebedingungen hatte der GP-Final auch andere Highlights zu bieten. Mit Didier Cuche, Nadia Styger, Monika Dumermuth und Oliver Brand waren einige renommierte nationale Skicracks vor Ort, die in jungen Jahren selbst stolze Teilnehmer des beliebten Grand Prix waren. Sie beglückten den Nachwuchs mit Autogrammen – entsprechend lang war die Warteschlange in und vor dem Swiss-Ski-Zelt. Nadia Styger wagte sich gar selbst auf die Piste und stellte fest, dass das Niveau der Strecken «sehr hoch» sei. In der Tat waren sowohl die Riesenslalom- als auch die Combi-Race-Piste länger und schwieriger als noch bei den Ausscheidungsrennen. Franz Hofer, Nachwuchschef bei Swiss-Ski, erklärt: «Hier messen sich nur die Besten.»
Neuer Rekord
Nicht nur Aktive, auch bekannte Ehemalige versammelten sich in den Waadtländer Alpen: Von Pirmin Zurbriggen über Michael von Grünigen bis Erika Raymond-Hess waren sie alle angereist, um den eigenen Nachwuchs auf der Piste zu bewundern. Podestplätze gab es für die prominenten Nachkömmlinge indes keine. Nicht weiter schlimm, denn der GP «ist nicht nur ein Wettkampf, ebenso wichtig sind Spiel und Spass», meint Projektleiter Roman Rogenmoser und spricht dabei auf das umfassende Animationskonzept an. Kein Wunder also, erfreute sich der Grand Prix Migros auch im 38. Austragungsjahr einer enormen Beliebtheit: Am diesjährigen Riesenslalom-Wettbewerb nahmen insgesamt 6600 Kinder teil – so viele, wie noch nie.